Traumdomizil Usedom


HTM Peenemünde

Wiege der Raumfahrt oder Entstehungsort von Massenvernichtungswaffen

Die Heeresversuchsanstalt Peenemünde (HVA) auf Usedom war im nationalsozialistischen Deutschland eines der modernsten Technologiezentren der Welt. Unter Leitung des technischen Direktors Wernher von Braun gelang im Oktober 1942 von dort aus der weltweit erste Start einer Rakete ins All. Die von ihm entwickelten Großraketen mit Flüssigtreibstoff wurden schließlich ab 1943 in Serie gebaut und trugen erheblich zur Aufrüstung und militärischen Überlegenheit des dritten Reichs bei. Unter ihrem Beschuss starben tausende Menschen in belgischen, französischen und englischen Städten. Die Arbeit in den Produktionsstätten wurde von Zwangsarbeitern, KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen unter unmenschlichen Bedingungen verrichtet und zur Deckung des ungeheuren Energiebedarfs wurde eigens dafür ein Kraftwerk erreichtet. Auf längere Sicht trug die Arbeit Wernher von Brauns schließlich wesentlich zur Entwicklung der Raketentechnologie nach 1945 bei und legte somit einen wichtigen Grundstein für die zivile Raumfahrt und den Bau von interkontinentalen Atomraketen.

Da Große Teile des Areals heute noch als munitionsbelastet gelten, sind sie der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Jedoch können Besucher auf dem 22 km langen Rundweg "Denkmal-Landschaft" 17 historisch interessante Stationen besichtigen und in die militärische Vergangenheit eintauchen. Auch das Kraftwerk ist eines der wenigen Gebäude, welches bis heute überdauert hat. Deshalb konnte hier das Historisch-Technische Museum Peenemünde errichtet werden. Das Museum zeigt eine Dauerausstellung zur historischen Entwicklung im 20. Jahrhundert und berichtet über eine der folgenreichsten und ambivalentesten technischen Leistungen unserer Zeit.

  • Ganzjährig täglich geöffnet ab 10.00 Uhr (November bis März montags geschlossen)

Yuri Gagarin – Ein Kosmonaut der in die Geschichte einging

 

Anlässlich des fünfzigsten Jahrestages des ersten Weltraumfluges eines Menschen, wurde am 13. April 2011 eine Sonderausstellung im Historisch-Technischen Museum in Peenemünde, über den Kosmonauten Yuri Gagarin (1934-1968), eröffnet. Gezeigt werden Originalexponate aus der Raumfahrt, sowie Fotos, Dokumente und Publikationen, welche Einblicke in den bekannten russisch-amerikanischen Wettstreit geben. Besonders stolz sind die Aussteller darauf, einen Originalhandschuh, welchen Gagarin zu Trainingszwecken für seinen Raumflug getragen hatte, zu präsentieren.

  • Die Sonderausstellung ist im Historisch-Technischen Museum bis zum 10. Juli 2011 zu sehen. 

http://www.peenemuende.de/

HTM Peenemünde

Historisch-Technisches Museum Peenemünde GmbH
Im Kraftwerk
17449 Peenemünde
Tel.: 038371-5050
E-Mail: htm@peenemünde.de
( In Navigationssystemen ggf. bitte als Ziel "Bahnhofstraße" eingeben )
 


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