Kirchen

Evangelisch oder katholisch

Manche von ihnen grüßen Sie schon aus weiter Ferne: Die Kirchen der Insel Usedom sind aus deren vielfältigem Landschaftsbild kaum wegzudenken. Viele gibt es schon seit Jahrhunderten. Sie erzählen, jede in ihrer Eigenheit, auch immer von vergangenen Generationen, vom Leben in früheren Zeiten, von Vertrauen und Glauben – eben von der Usedomer Geschichte. So vielfältig wie diese sind auch die Baustile der insgesamt 19 Usedomer Gotteshäuser, die zwischen dem 12. und 20. Jahrhundert im Hinterland, in Wolgast und entlang der Ostseeküste errichtet wurden.

Ahlbeck
Die Kirche in Ahlbeck wurde 1894/95 als neugotischer Backsteinbau errichtet. Sie begeistert vor allem durch ihren Altar aus Sandstein und den drei schönen Fenstern mit Glasmalereien im Chor. Ihr Bau ist untrennbar mit dem Kantor Johann Koch verbunden: Mehr als 30 Jahre lang hatte er bei den Gläubigen des Ortes angeregt, für die Errichtung eines eigenen Gotteshauses zu sparen. Er selbst erlebte die Einweihung „seiner“ Kirche nicht mehr: Ein Jahr vor ihrer Eröffnung im August 1895 verstarb Kantor Koch. Über der Orgelempore erinnert ein Bild an ihn und seinen Verdienst.


Kurparkstraße 1
Ahleck - 17419



Bansin
Die Bansiner „Waldkirche“ ist die jüngste auf der Insel Usedom. 1938/39 wurde sie am bewaldeten Hang in der Nähe der heutigen B111 errichtet. Architektonisches Vorbild war die altlutherische Kirche in Swinemünde, die bei dem Bombenangriff im März 1945 zerstört wurde.


Kirchstraße
Bansin - 17429



 

Benz – St. Petri Kirche
Für das einstige Fischerdorf Benz wird 1229 erstmalig eine Kirche erwähnt. Ihre mittelalterliche Grundsubstanz aus Feldstein ist seit ihrer Sanierung 1991/92 sichtbar. Der obere Turm der St. Petri Kirche und die Innenausstattung wurden im 18. und 19. Jahrhundert erneuert. Ein Blick in den Innenraum der Kirche lohnt sich: Die Kassettendecke mit 135 in leuchtenden Farben gemalten Sternbildern ist beeindruckend.


Kirchstraße 16
Benz - 17429




Garz
Der Altar dieser vermutlich im 15. Jahrhundert erbauten Kirche ruht noch heute auf einem gewaltigen mittelalterlichen Fundament aus Findlingen und Feldsteinen. Ein recht außergewöhnlicher Anblick ist der des freistehenden Glockenstuhls auf dem die Kirche umgebenden Friedhof. Im Inneren der Kirche befinden sich zwei bemerkenswerte Votivschiffe.


Karl-Marx-Straße 17
Garz - 17419



Heringsdorf
Die „Kirche im Walde“ wurde 1848 nach Plänen des Schinkel-Schülers Persius mit rotem Backstein als erste Kirche in den Seebädern errichtet. 1948 wurde sie um ihre Seitenschiffe mit den Emporen erweitert.


Rudolf-Breitscheid-Straße
Heringsdorf - 17424



 

 

 

Karlshagen
Die Karlshagener Kirche ist neben der Bansiner das einzige im 20. Jahrhundert errichtete Gotteshaus. 1912 errichtet, brannte sie 1943 bei einem schweren Bombenangriff auf Peenemünde vollständig aus. Der seinerzeit dort tätige Pastor Adolf Spreemann sammelte landauf, landab Kollekte für den Wiederaufbau des Gotteshauses, der 1953 erfolgen konnte. Noch heute erinnern auf dem Friedhof Gedenksteine an die Opfer des Bombenangriffs.


Hauptstraße 32
Karlshagen - 17449




Koserow
Die Kirche wurde im späten 13. Jahrhundert erbaut. Der Innenraum birgt eine beeindruckende Kostbarkeit: den letzten vollständig erhaltenen mittelalterlichen Flügelaltar der Insel. In dessen Mittelfeld ist die Kreuzigung dargestellt, rechts und links geschnitzte Heilige. Die Außenflügel sind bemalt. Ebenfalls aus dem Mittelalter stammen ein „Opferstock“ und das Kruzifix „Vineta-Kreuz“. Dieser Tage wird die Kirche jeweils im Sommer zum Schauplatz der Theaterreihe „Klassik am Meer“.


Hauptstraße 43
Koserow - 17459




Krummin – St. Michael Kirche
Die ursprüngliche Pfarrkirche des Ortes, die St. Michael Kirche, wurde Teil des seit 1305 selbständigen Zisterzienserinnenklosters, das im Zuge der Reformation aufgelöst wurde. Im 19. Jahrhundert wurden Turm und Seitenbauten angebaut. In den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche schließlich komplett saniert, ihr Innenraum mit altem Kruzifix und neuen Glasfenstern gestaltet.


Dorfstraße
Krummin - 17440




Liepe – St- Johannes Kirche
Die St. Johannes Kirche in Liepe wurde 1216 erstmals erwähnt. Damit ist sie die erste bezeugte Dorfkirche der Insel Usedom. Das aus Feld- und Backsteinen errichtete Gotteshaus zeigt noch heute Reste spätmittelalterlicher Wandmalereien. Die Weihekreuze, der Kanzelaltar und die übrige Innenausstattung stammen aus dem 18. Jahrhundert.


Hauptstraße 4
Rankwitz - 17406




Mellenthin
Seit dem 14. Jahrhundert thront in Mellenthin eine Backsteinkirche gen Himmel. Ein Blick hinein zeigt neben den Chorraum aus Feldstein mit Kreuzgewölbe und Fresken auch eine reiche Innenausstattung mit Darstellungen aus verschiedenen Jahrhunderten, ein Kruzifix und einen mittelalterlichen Opferstock. Ebenfalls im Inneren befindet sich die Grabplatte des Rüdiger von Neuenkirchen, dem Erbauer des nahegelegenen Wasserschlosses.


Dorfstraße 50
Mellenthin - 17406




Mönchow
Direkt am Haffrand liegt die Kirche von Mönchow. In ihren ältesten Teilen stammt sie aus dem 15. Jahrhundert. Umfassende Restaurierungen in den letzten Jahrzehnten führten zur Freilegung bemerkenswerter Bemalungen des 17. Jahrhunderts an Decke, Empore, Gestühl, Kanzel und Altar.


Mönchow 15a
Mönchow - 17406




Morgenitz
Die Morgenitzer Kirche, ein Bau aus dem 15. Jahrhundert, beherbergt noch heute eine alte Gruft mit Kreuzgewölbe: Unter dem Altar wurden 1699 der Obrist Paul Weediger von Borcke und seine Frau bestattet. Die Totenfahne des Obristen hing noch bis ins 20. Jahrhundert hinein in der Kirche. Um die Kirche herum reiht sich eine einmalige Sammlung slawischer Mahlsteine.


Dorfstraße 50
Morgenitz - 17406




Netzelkow
Die turmlose kleine Backsteinkirche aus dem 15. Jahrhundert beherbergt den einzigen noch erhaltenen Taufstein der Insel Usedom. Sehr alte Zeugen sind auch die Glocke im ebenstehenden Glockenstuhl, die älteste Usedoms, sowie der eingemauerte Mahlstein neben dem Eingang. Er wurde jahrhundertelang als Weihwasserbecken genutzt und diente dann noch lange als „Kollektenbüchse“.


Kirchstraße
Lütow - 17440




Peenemünde
Die als Rundbau 1860 errichtete kleine Kapelle in Peenemünde ist wie keine andere Zeuge einer bewegten Geschichte geworden: Durch die Militärvergangenheit des Ortes wurde das Bauwerk lange vernachlässigt und ist erst seit ihrem Wiederaufbau in den frühen 1990er Jahren wieder allgemein zugänglich. Auf dem kleinen Friedhof hat 1945 ein Gedenkstein seinen Platz gefunden: „Verzage nicht. Du Häuflein klein!“ Das Kircheninnere ist als Gedächtniskapelle für die Opfer von Peeneünde umgestaltet.


Bahnhofstraße 1
Peenemünde - 17449




Stolpe
1867 ist die Kirche in Stolpe durch einen Blitzschlag baufällig geworden. 1871 wurde an gleicher Stelle eine neue Kirche errichtet. Sie ist wie keine andere auf der Insel Usedom ein Zeugnis des handwerklichen Könnens und der soliden Arbeit einheimischer Arbeiter: Alle Holzarbeiten im Innern der Kirche führten drei Tischler aus Stolpe und Gummlin aus.


Kirchstraße 9
Stolpe - 17406




Usedom – St. Marien Kirche
Der Turm der St. Marien Kirche in Usedom weist Urlaubern schon aus der Ferne den Weg. Erstmals 1337 erwähnt, wurde sie nach einem verheerenden Stadtbrand 1475 neu errichtet. Bis heute erhalten sind das Nordmauerwerk im Langhaus, der Turmunterbau sowie die Form der Fenster im Hauptschiff.


Markt 2
Usedom - 17406




Wolgast – St. Petri Kirche
In der Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet, wurde die Wolgaster St. Petri Kirche durch Kriege und Unwetter seit ihrer Errichtung mehrfach zerstört. Mehrmals wieder rekonstruiert, vereint sie heute gotische und barocke Architekturmerkmale in sich. In der Gruft des Gotteshauses befinden sich die Särge mehrerer Angehöriger der Herzogsfamilie von Pommern-Wolgast. Die 2007 abgeschlossene, zwei Millionen schwere Rekonstruktion der Gruft und Särge wurde 2010 mit einem Preis der Europäischen Union für das Kulturerbe in der Kategorie Erhaltung ausgezeichnet. Seit Mai 2011 ist die Kirche „Denkmal von nationalem Rang“.


Am Kirchplatz 8
Wolgast - 17438




Zinnowitz

1894 wurde in Zinnowitz der Grundstein für die neogotische Backsteinkirche gelegt. Ihren Turm schmückt eine spitze Haube mit Wetterhahn. Ihre Innenausstattung ist im Original bis heute erhalten. 


Kirchstraße 15
Zinnowitz - 17454




Zirchow – St. Jacobus Kirche
Auf einem steilen Hügel wacht seit dem 14. Jahrhundert die St. Jacobus Kirche, die wegen ihres wehrhaft-quadratischen Glockenturms seit jeher ein beliebtes Motiv für Fotografen und Maler ist. Ihr Glockenstuhl reicht bis auf das Turmfundament und ist durch mehrere Andreaskreuze verbunden. Im Innenraum sind noch Reste mittelalterlicher Wandmalereien zu sehen.

 


Hauptstraße 36
Zirchow - 17419




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