„Baden ohne“, ein Phänomen damals wie heute

FKK - die Freikörperkultur lebt

FKK - diese schlichten drei Buchstaben genügen, um eine vor allem in der ehemaligen DDR weitverbreitete Strand- und Badekultur zu bezeichnen. Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist die Freikörperkultur auf Usedom fester Bestandteil des Badelebens. Auch heute noch gibt es zahlreiche FKK-Fans, die sich unbekleidet am Strand und in der Ostsee am wohlsten fühlen.

Besonders in der früheren DDR war das Nacktbaden ein gängiges Urlaubsvergnügen. Es gab sogar unter dem Titel "Baden ohne" einen speziellen Reiseführer. In den fünfziger Jahren wurde das Massenphänomen FKK auf der Sonneninsel Usedom besonders stark ausgelebt. Die Insel wurde zum Trendsetter und schrieb die FKK-Geschichte maßgeblich mit. Entlang des 42 Kilometer langen, weißen Sandstrandes war Badebekleidung überwiegend out und Freikörperkultur in. Eine Zeit die auch viele kuriose Geschichten schrieb.

Heute befinden sich an der Usedomer Ostseeküste überwiegend Textilstrände. Doch auch die Freikörperkultur findet ihren Platz in der Badeordnung. An insgesamt zehn FKK-Stränden können sich Sonnenanbeter und Wasserratten ohne Bikini oder Badehose am Strand und in der Ostsee tummeln.

 

FKK - Historie auf Usedom

Das Nacktbaden erreichte um 1900 die Ostseeküste, jedoch taucht der Begriff der Freikörperkultur erst in den 20er Jahren auf, als Vereine und Zeitschriften das Nacktbaden propagierten. Ebenso trifft man auf die Bezeichnung Effi-Strand, vermutlich aus den Anfangsbuchstaben des Begriffs Freikörperkultur stammend. Die ersten FKK-Strände Mecklenburgs-Vorpommerns finden sich im Ort Prerow.

 

Nachdem der Versuch des DDR-Innenministers Willi Stoph im Jahr 1952 das Nacktbaden zu verbieten scheiterte, handelten die staatlichen Stellen etwas aufgeschlossener und schufen Regeln, nach denen das Nacktbaden an dafür bestimmten Strandabschnitten erlaubt war.

 

In den 70er Jahren gab es einen "Massenansturm" auf die FKK-Strände, welche von den insgesamt 250 km langen Ostseestrand immerhin 36 km ausmachten.

Nach der Wende pikierten sich viele Besucher über die freizügigen Badegewohnheiten und die Fkk-Strandbereiche finden sich häufig in den entlegensten Gebieten.

 

Entgegen vieler Medienberichte hat es nie ein ernsthaftes Problem zwischen deutschen und polnischen Bürgern hinsichtlich der Freikörperkultur gegeben. Schilder in dreisprachiger Ausführung (deutsch, englisch, polnisch) am Ahlbecker Strand weisen polnische Gäste auf den beginnenden 500m langen FKK-Strandbereich hin.

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