Freester Teppiche

Der Perser der Ostsee

Sie sind in ihren Farben eher herb, sagt man. Fast wie die Vorpommersche Küstenlandschaft. Im Grundton warm und erdig und ihren Details hell- und dunkelblau, grün, braun, rot und ocker. Sie sind robust vom Material und tragen Motive wie Fische, Wellen, Anker und Möwen. Ab und an auch Stranddiesteln, Schwäne und Hirsche. Auch Greifswalds Wappentier hat es einst geschafft, auf ihnen verewigt zu werden. Man nannte sie die »Perser der Ostsee«. Heute sind sie als Freester Teppiche bekannt.

Als während der Weltwirtschaftskrise ein dreijähriges Fischfangverbot in Pommern verhängt wurde, war es der Wiener Textilkünstler Rudolf Stundl, der die Teppichknüpferei nach Freest brachte. Der Wahlpommern sicherte so den verarmten Fischern ein Nebeneinkommen und damit das Überleben. Die Freester Teppiche mit ihren typisch pommerschen Motiven wurden unverwechselbar. Bald wurden sie auch im weiteren Umland, in Lubmin und Kröslin, aber auch in Greifswald, Wolgast und Usedom aus Schafswolle handgeknüpft. Bis heute werden sie hier hergestellt und manchmal erklingt dabei noch heute das alte Teppichknüpferlied, in dem es so schön heisst: „Wi knüppen un wäben een Teppich för’t Leben“.

 

 

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